Sächsische Schweiz - Häntzschelstiege
Klettersteige

Klettersteige in der Sächsischen Schweiz

Schon seit über 150 Jahren wird nachweislich in der Sächsischen Schweiz geklettert. Hier wurde die Idee des heute als Freeclimbings bekannten Art des Kletterns geboren, also ohne künstliche Hilfsmittel.

Heute gehört das Klettern als Bergsport unverzichtbar zum Elbsandsteingebirge. Unzählige Gipfel stehen begeisterten Kletterern zur Verfügung. Doch auch Einsteiger finden hier mit Stiegen sowie Klettersteigen gute Möglichkeiten für spannende Touren, die über das reine Wandern hinausgehen.

Im Elbsandsteingebirge gibt es Klettersteige (mit Stahlseilen und Trittbügeln angelegte Routen) in ganz unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Je nach Erfahrung und Schwierigkeitsgrad empfiehlt sich das Verwenden von Sicherungssystemen zur Eigensicherung beim Klettern. Zudem laden diverse Stiegen zum Wandern ein. Dabei handelt es sich um natürlich oder künstlich angelegte Treppen, welche als Wanderweg dienen.

Darüberhinaus finden Sie hier Touren-Ideen für Wanderungen in der Sächsischen Schweiz.

Touren-Tipp: Zwillingsstiege mit Carolafelsen

Während andere Klettersteige einfacher zu begehen sind, empfehlen wir das Begehen dieses Klettersteigs nur Geübten mit entsprechender Sicherungstechnik – vor allem, wenn Sie diese Stiege mit der Häntzschelstiege kombinieren möchten.

  • Schwierigkeit: mittel
  • Felsmassiv: Affen-/Schrammsteine
  • Aufstieg: ca. 30 Minuten
  • Gesamtzeit Wanderung: ca. 4,5 Stunden
  • Start-/Endpunkt: Restaurant & Hotel Forsthaus

Anfahrt:

Nutzen Sie zum Beispiel die Kirnitzschtalbahn, welche in unmittelbarer Nähe zu unserem Hotel startet, für eine Fahrt bis zur Haltestelle „Forsthaus“. Hier beginnt und endet die Wanderung, so dass Sie sich vorher im Restaurant des Forsthauses stärken oder im Anschluss an ihre Tour den Tag gemütlich ausklingen lassen können.

Wanderung:

Sie starten am Restaurant & Hotel Forsthaus entlang der Kirnitzsch auf dem Flößersteig und gehen dabei etwa vier Kilometer seicht bergauf. Am Beuthenfall bringt Sie der Dietrichsgrund anschließend an die Affen-/Schrammsteine heran. Biegen Sie anschließend nach rechts in den Vorderen Heideweg und erneut nach rechts auf die Untere Affensteinpromenade ab (weiß-rot-weiße Markierung). Nach etwa 250 Metern an einem markanten Felsblock folgen Sie dem Wegweiser nach links zum bereits sichtbaren Felsen. Nach weiteren 100 Metern zweigt der Zustieg zur Häntzschelstiege ab, Sie bleiben aber auf dem Weg und erreichen nach wenigen Schritten markante Holzstufen, welche zum Einstieg in die Zwillingsstiege führen.

Nun können Sie etwa 20-30 Minuten die Zwillingsstiege hinaufklettern, bis Sie die Obere Affensteinpromenade erreichen. Nun haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können nach links abbiegen und anschließend den oberen Teil der Häntzschelstiege nutzen, um auf das Felsmassiv zu gelangen (Achtung: nur mit Sicherung zu empfehlen). Alternativ gehen Sie nach rechts weiter und nutzen am Abzweig der Wilden Hölle den Reitsteig, um auf den Carolafelsen zu klettern. Auch über die Häntzschelstiege erreichen Sie über das Lange Horn und die Wolfsfalle den Carolafelsen.

Gehen Sie vom Carolafelsen auf gleichem Weg bis zur Oberen Affensteinpromenade zurück und gehen diese nach links weiter. Über das Sandloch und den Zeughausweg genießen Sie den einen oder anderen schönen Ausblick und gehen über den Bauweg und Steinbrecherweg immer weiter, bis Sie den steinernen Wegweiser Zur Hohen Liebe erreichen. Von hier ist es über den Mühlweg nur noch ein Katzensprung (etwa 800 Meter) und Abstieg zurück zum Restaurant & Hotel Forsthaus.

Alternative Hinweg:

Nutzen Sie die Kirnitzschtalbahn auf dem Hinweg bis zum Beutenfall und sparen Sie sich so die ersten 4 Kilometer Wanderung.

Alternative Rückweg:

Auf dem Rückweg können Sie auch direkt bis Bad Schandau wandern. Biegen Sie dafür am steinernen Wegweiser Zur Hohen Liebe nach links in Richtung Ostrau ab und folgen Sie der Ausschilderung über den Ostrauer Berg nach Bad Schandau zurück.

Gern steht Ihnen unser Team vom Sigls mit Rat und Erfahrungen zur Seite. Wir wünschen viel Spaß beim Wandern!